Medien.
Presse.
Aktuelles.

Auf einen Blick. Daten. Fakten.

über 500

Funktionär:innen

Das Vereinssystem der Hauskrankenpflege ist eine besondere Stärke Vorarlbergs: Es verankert Pflege in der Gesellschaft, schafft Nähe zu den Menschen und ermöglicht eine dichte, vertraute Versorgung vor Ort.

Durch ehrenamtliche Verantwortung, geringe Overhead-Kosten und die gemeinsame Finanzierung durch Land, Gemeinden und Vereine bleibt mobile Pflege niederschwellig, leistbar und unabhängig vom Einkommen zugänglich.

 

7.904.865 Euro

Eigenmittel

34,0 % der Finanzierung der Hauskrankenpflege stammen aus Eigenmitteln der Vereine – etwa aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erlösen aus Vereinsaktivitäten wie Adventmärkten oder Benefizveranstaltungen.

Diese Eigenmittel sind ein wichtiger Pfeiler im Gesamtsystem. Sie zeigen die Solidarität der Bevölkerung und machen sichtbar, dass Pflege in Vorarlberg nicht nur finanziert, sondern gesellschaftlich mitgetragen wird.

9.336

Patient:innen

Im Jahr 2025 wurden in der Hauskrankenpflege Vorarlberg 9.336 Personen gepflegt und begleitet. Gegenüber 9.279 Personen im Jahr 2024 entspricht das einer Zunahme von 57 Personen beziehungsweise rund +0,6 %.

Diese Entwicklung zeigt: Der demografische Wandel beginnt zunehmend zu greifen. Immer mehr Menschen benötigen professionelle Pflege und Unterstützung im häuslichen Umfeld.

Personal.

Im Jahr 2025 waren in den Pflegeteams der Hauskrankenpflege Vorarlberg insgesamt 349 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Davon gehörten 77,4 % dem gehobenen Dienst an – also DGKP, BA, BSc oder MA.

Gleichzeitig verändert sich der Skill-Grade-Mix weiter: Anstellungen in den Assistenzberufen, insbesondere Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz, nehmen zu. Gegenüber 2024 ergibt sich hier ein Anstieg von +1,64 %.

Eine Pflegekraft der Hauskrankenpflege in Vorarlberg betreut im Schnitt 27 Patient:innen.

Leistung.

Die Leistungsentwicklung von 2024 auf 2025 zeigt bei einem moderaten Gesamtzuwachs von +1,68 % eine deutliche Verschiebung hin zu komplexeren, beratungsintensiveren und koordinationsaufwendigeren Leistungen.

Besonders stark zugenommen haben Palliative Care, Beratungsleistungen, medizinische Hauskrankenpflege sowie organisatorische Leistungen.

Dies zeigt, dass die Hauskrankenpflege zunehmend mit komplexeren Versorgungssituationen, höherem Beratungsbedarf und größerem Koordinationsaufwand konfrontiert ist.

Finanzierung

Die Gesamteinnahmen der Hauskrankenpflege stiegen 2025 um +5,05 %, die Leistungspunkte um +1,68 %. Gleichzeitig erhöhten neue Gehaltsschemata und die zweistufige Gehaltserhöhung die Personalkosten; diese Mehrkosten werden erst 2026 refinanziert.

Bei den Kassen sanken die Einnahmen für medizinische Hauskrankenpflege um 90.696 Euro beziehungsweise −3,56 %.

Wichtigster Fördergeber bleibt der Sozialfonds mit 49,0 %, gefolgt von 34,0 % Eigenmitteln, 10,0 % Kassen und 7,0 % Gemeinden.